Drucktrocknung und Entfeuchtung geschichteter Konstruktionen

  • Drucktrocknung ist eine der schnellsten und effizientesten kommerziell verfügbaren Methoden zum Trocknen geschichteter Konstruktionen. Die Drucktrocknung erweist sich als vorteilhafte Methode bei der Trocknung von Böden auf Betonplatten, in denen das Wasser bis in die Füllung oder Isolierung unter dem schwimmenden Estrich eingedrungen ist. Corroventa verfügt über eine Reihe an Produkten für das Trocknen geschichteter Konstruktionen, wie Wände, Decken und schwimmender Estrich. Von flexiblen Systemlösungen mit Entfeuchtern und Turbinen, bis hin zur patentierten Kombi-Serie, die in einer Maschine die Möglichkeiten zur Druck- und zur Vakuumtrocknung vereint.

    Drucktrocknung – eine unschlagbar effektive Entfeuchtungsmethode

    Die Technik basiert darauf, dass die entfeuchtete Luft aus einem Trockner in eine Turbine geleitet wird, welche Temperatur und Druck der Luft erhöht. Die trockene und sehr warme Luft wird anschließend mittels eines Schlauchsystems, das an in die Konstruktion gebohrten Löcher angeschlossen ist, in die Baukonstruktion eingedrückt. Die warme, trockene Luft wird dann durch die feuchte Konstruktion geleitet, in der durch die Temperaturerhöhung der Dampfdruck deutlich ansteigt und auf diese Weise die Trocknungsgeschwindigkeit erhöht. Die feuchte Luft wird über natürliche Öffnungen oder in die Konstruktion gebohrte Löchern in den Raum zurückgeführt, wo sie wieder in den Entfeuchter gesogen und erneut getrocknet wird, bevor sie wieder in die Gebäudekonstruktion gedrückt wird. Die Trocknungszeit kann erheblich reduziert werden, indem der Trocknungsprozess vor eindringender feuchter Luft aus der Umgebung geschützt wird. Das kann ganz einfach durch Schließen aller Öffnungen in den Raum erfolgen, in dem der Trocknungsprozess abläuft. Wo immer möglich, sollte jedoch die Folienzeltmethode angewendet werden.

    Der große Vorteil der Schaffung eines abgeschlossenen Systems besteht darin, dass nur eine sehr begrenzte Menge Luft getrocknet und erwärmt wird und sich die Trocknung dadurch auf den Wasserschaden in dem Gebäude konzentriert. Auf diese Weise wird ein sehr schneller und energiesparender Trocknungsprozess erreicht.

  • Wärme als effektive treibende Kraft

    Um die Trocknungszeit zu verkürzen, kann die für die Trocknung verwendete Luft erwärmt werden. Je wärmer das zu trocknende Material ist, desto effizienter und schneller erfolgt der Trocknungsprozess, da sich der Dampfdruck in dem feuchten Material erhöht. Schon eine Temperaturerhöhung um 10 °C kann die Trocknungszeit in einigen Fällen um die Hälfte reduzieren*.

    *Da sich die Trocknungsgeschwindigkeit direkt proportional zur Differenz im Dampfdruck verhält. Das heißt, dass eine Trocknung bei 30 °C und 20 % relative Luftfeuchte theoretisch doppelt so schnell erfolgt, wie bei 20°C und 20 % relative Luftfeuchte.

  • Was muss vor der Drucktrocknung beachtet werden?

    Vor der Durchführung einer Drucktrocknung muss sämtliches stehendes Wasser aus einer geschichteten Bodenkonstruktion gesaugt werden. Lesen Sie mehr dazu im Abschnitt Vakuumtrocknung. Es muss beachtet werden, dass sich die trockene, warme Luft auch auf die Holzmaterialien in dem Raum auswirkt, in dem der Trocknungsvorgang durchgeführt wird. Aus diesem Grund müssen alle Einrichtungsgegenstände, die eventuell beschädigt werden könnten, entfernt oder sorgfältig mit Folie umhüllt werden. Sofern möglich, kann ein Folienzelt verwendet werden, um den zu entfeuchtenden Bereich zu begrenzen und gleichzeitig die umgebenden Materialien zu schützen. Zudem erweist sich die Verwendung eines Hygrostats als vorteilhaft, um die Feuchtigkeit während des Trocknungsvorgangs zu kontrollieren.

    Bild: Kombi-Maschine. Trockner und Turbine in einem Gehäuse – entworfen für eine effiziente Druck- und Vakuumtrocknung.

  • Eine Kombi-Maschine für Druck- und Vakuumtrocknung

    Beim Drucktrocknen kann es sich als vorteilhaft erweisen, eine Kombi-Maschine zu verwenden, die Trockner und Turbine in einem Gehäuse umfasst. Durch ihren extrem niedrigen Geräuschpegel eignet sie sich zudem für den Einsatz in bewohnten Räumen.

  • Schlauchsystem für eine einfache Installation während der Druck- und Vakuumtrocknung

    Die Corroventa Schlauchsysteme C16 und C25 können während der Druck- oder Vakuumtrocknung zum Lufttransport eingesetzt werden. Die modular aufgebauten Schlauchsysteme werden mit Kupplungen, Schläuchen und L- und T-Stutzen mit Gummidichtungen geliefert. Das System sorgt dank seiner CAMLOC-Kupplungen für eine einfache, geräuscharme und zuverlässige Installation. Für das Trocknen größerer Bereiche können mehrere Schlauchsysteme aneinander gekuppelt werden oder es können beide Schlauchsysteme kombiniert werden, um eine Wand und einen geschichteten Boden gleichzeitig zu entfeuchten.

    Bild: Durch das Drucktrocknen mit einem Trockner und einer Turbine können gleichzeitig Ständerwände und geschichtete Böden getrocknet werden.

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